PACT-H2, Projekt für Akzeptanz und grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff, zielt darauf ab, im Kontext der aktuellen wirtschaftlichen Transformationsprozesse die Wasserstoffaktivitäten in der Großregion strategisch zu koordinieren und deren gesellschaftliche Akzeptanz zu verbessern.

Die Nutzung und Produktion von Wasserstoff spielen eine zentrale Rolle bei der Energiewende und der Erreichung der Klimaziele. Für die Großregion sind sie aufgrund ihrer industriellen Struktur von besonderer Bedeutung. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zur Schaffung eines regionalen Ökosystems sowie die Vernetzung, Koordinierung und Harmonisierung der Wasserstoffaktivitäten in der Großregion sind dabei von entscheidender Bedeutung. Neben politischen und industriellen Entscheidungsträgern ist es wichtig, die Gesellschaft über die positiven Auswirkungen einer Wasserstoffwirtschaft – etwa auf den Arbeitsmarkt – zu informieren und die Akzeptanz für entsprechende Projekte zu erhöhen.

Ziel dieses Projekts ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den strategischen Ansätzen der Regionen zu identifizieren und Lösungen für eine zielgerichtete Kommunikation und koordinierte Strategien zu entwickeln. Dies erfolgt in drei Arbeitsbereichen (AP):

• Arbeitspaket 1 • Governance

Koordination einer überregionalen Wasserstoff strategie zwischen den Partnerländern

Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den für Wasserstoff zuständigen Ministerien und Behörden der Großregion durch eine gemeinsame Arbeitskultur und harmonisierte Arbeitsweisen, um regulatorische und administrative Hindernisse für die grenzüberschreitende Entwicklung der Wasserstoff wirtschaft zu beseitigen.

Erarbeitung einer gemeinsamen Vision für die Entwicklung von Wasserstoff in der Großregion, indem konkrete Kooperationsmöglichkeiten aufgezeigt und die Ergebnisse gegenüber politischen und institutionellen Entscheidungsträgern gewürdigt werden.

• Arbeitspaket 2 • Sensibilisierung

Entwicklung von Kommunikationsformaten und Bürgerdialogen als Mittel der Zusammenarbeit

Information und Mobilisierung der Akteure der Zivilgesellschaft durch zielgruppenspezifi sche Kommunikationsformate, Bürgerdialoge und eine grenzüberschreitende Stakeholder- Datenbank.

Erarbeitung von Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zur Sensibilisierung der Zielgruppen wie beispielsweise der Zivilgesellschaft, NGOs und der Industrie, um eine möglichst breite Akzeptanz zu erreichen.

• Arbeitspaket 3 •
Akzeptanz

Bewertung der Maßnahmen in den Handlungsfeldern und Untersuchung von Akzeptanzfaktoren

Analyse der sozialen Akzeptanz von Wasserstoff in der Großregion durch Erfassung der regionalen Stakeholderstruktur, Durchführung von Umfragen und Interviews sowie Entwicklung von Governance-Strukturen und Sensibilisierungsmaßnahmen.

Erarbeitung eines auf Basis der identifi zierten Akzeptanzfaktoren integrierten Kommunikationsleitfadens, der in die grenzüberschreitende Strategie eingebettet ist und so die strategische Entwicklung der Wasserstoff wirtschaft in der Großregion unterstützt.